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THEORIE DER SCHNEEPRODUKTION |
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Wie entsteht Schnee Warum gefriert Wasser |
Feuchtkugel-Temperatur Taupunkt-Temperatur und Sättigungsgehalt der Luft berechnen |
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Der Prozess des Wärmeaustausches Zu der Schneebildung kommt es dank der Wärmeübertragung. Die Wärme, die durch das Ausdünsten oder die Konvektion des Wassers freigesetzt wird, wärmt die Umgebung auf. Diese Wärme bildet hinter dem Propeller oder der Lanze ein besonderes sich von der Umgebung unterscheidendes Mikroklima, das sich im wesentlichen unterscheidet. Das Begreifen des Wärmeaustauschprozesses ermöglicht ein besseres Benutzen der technischen Beschneiung. Die Schneeproduktion wird von einer ganzen Variablenreihe beeinflusst. Zu den wichtigsten gehören die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Nukleationstemperatur und die Größe der Wasserspraytröpfchen des Schneeerzeugers. |
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das Gebilde der Moleküle des flüssigen Wassers |
das Gebilde der Eiskristallmoleküle |
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Feuchtkugeltemperatur
Die Wassertropfentemperatur kann nicht unter die Feuchtkugeltemperatur der Umgebung sinken. Der Wert der Feuchtkugeltemperatur ist von der absoluten Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit abhängig. Das Thermometer, das Sie hinter dem Fenster haben, zeigt Ihnen "trockene", also die normale Temperatur an. Stellen Sie sich vor, Sie wickeln die Quecksilberkugel in ein feuchtes Tuch – das Thermometer wird plötzlich einen anderen Wert anzeigen. Das passiert, weil das Wasser aus dem Tuch verdunstet und damit senkt sich die gemessene Temperatur. Je mehr Wasser verdunstet, desto mehr Wärme wird abgeleitet und Sie werden eine tiefere Temperatur ablesen können. Falls die Luft trocken ist, verdunstet das Wasser umso schneller. Falls die relative Luftfeuchtigkeit 100% beträgt, kann das Wasser nicht verdunsten und in diesem Fall zeigt das "trockene" Thermometer den gleichen Wert wie das befeuchtete Thermometer an. Wenn Sie mit einem Motorrad unterwegs sind, können Sie das Geschehen auf der eigenen Haut erleben. Bei heißem Wetter wird Ihnen im nassen Gewand nämlich kalt sein. |
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| Die folgende Tabelle präsentiert die Feuchtkugeltemperaturwerte. | |||||
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relative Luftfeuchtigkeit % | ||||||||||
| 20% | 30% | 40% | 50% | 60% | 70% | 80% | 90% | 100% | |||
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Luft
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− 10° | -12,2° | -11,9° | -11,7° | -11,4° | -11,1° | -10,8° | -10,5° | -10,3° | -10,0° | Schnee |
| − 9° | -11,5° | -11,2° | -10,8° | -10,5° | -10,2° | -9,9° | -9,6° | -9,3° | -9,0° | ||
| − 8° | -10,7° | -10,4° | -10,0° | -9,7° | -9,3° | -9,0° | -8,7° | -8,3° | -8,0° | ||
| − 7° | -9,9° | -9,6° | -9,2° | -8,8° | -8,5° | -8,1° | -7,7° | -7,4° | -7,0° | ||
| − 6° | -9,2° | -8,8° | -8,4° | -8,0° | -7,6° | -7,2° | -6,8° | -6,4° | -6,0° | ||
| − 5° | -8,4° | -8,0° | -7,6° | -7,1° | -6,7° | -6,3° | -5,9° | -5,4° | -5,0° | ||
| − 4° | -7,7° | -7,2° | -6,8° | -6,3° | -5,8° | -5,4° | -4,9° | -4,5° | -4,0° | ||
| − 3° | -6,9° | -6,4° | -5,9° | -5,5° | -5,0° | -4,5° | -4,0° | -3,5° | -3,0° | ||
| − 2° | -6,2° | -5,6° | -5,1° | -4,6° | -4,1° | -3,6° | -3,0° | -2,5° | -2,0° |
Regen |
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| − 1° | -5,4° | -4,9° | -4,3° | -3,8° | -3,2° | -2,7° | -2,1° | -1,6° | -1,0° | ||
| ± 0° | -4,6° | -4,1° | -3,5° | -2,9° | -2,3° | -1,7° | -1,2° | -0,6° | -0,0° | ||
| + 1° | -3,9° | -3,3° | -2,7° | -2,1° | -1,5° | -0,8° | -0,2° | +0,4° | +1,0° | ||
| + 2° | -3,1° | -2,5° | -1,9° | -1,2° | -0,6° | +0,1° | +0,7° | +1,3° | +2,0° | ||
| + 3° | -2,4° | -1,7° | -1,0° | -0,4° | +0,3° | +1,0° | +1,6° | +2,3° | +3,0° | ||
| + 4° | -1,6° | -0,9° | -0,2° | +0,5° | +1,2° | +1,9° | +2,6° | +3,3° | +4,0° | ||
| + 5° | -0,9° | -0,1° | +0,6° | +1,3° | +2,1° | +2,8° | +3,5° | +4,2° | +5,0° | ||
| + 6° | -0,1° | +0,7° | +1,4° | +2,2° | +2,9° | +3,7° | +4,5° | +5,2° | +6,0° | ||
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Ein Beispiel: die Tabelle beweist, dass die Bedingungen für die Schneeproduktion bei der Temperatur von −2,2°C und 20%igen relativen Luftfeuchtigkeit gleich wie bei −6,3°C und 90%igen relativen Luftfeuchtigkeit sind. In beiden Fällen hat nämlich die Feuchtkugeltemperatur den gleichen Wert. |
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Die Nukleationstemperatur
Falls uns die Feuchtkugeltemperatur bekannt ist, können wir voraussagen, ob die Wassertröpfen tatsächlich frieren werden. Die Umwandlung des Wassers in Eis geschieht dank der Nukleation – dass der Wassertropfen friert, muss zuerst die eigene Nukleationstemperatur erreicht werden. Es gibt zwei Arten der Nukleation: homogene und heterogene. Die homogene Nukleation Zu der homogenen Nukleation kommt es, falls das Wasser keinen Kontakt mit fremden Zusätzen oder Oberflächen hat. Zu der Zustandsumwandlung kommt es während der homogenen Nukleation entweder durch die Temperatursenkung oder durch die Druckveränderung. Den größeren Einfluss auf das Gefrieren des Wassers hat die Temperatur.
Die homogene Nukleation beginnt, wenn eine ganz kleine Molekülengruppe den festen Zustand erreicht hat.
Diese Molekülengruppe – Nukleationskeim – ist der Wachstumsgrund der weiteren
Kristalle, dieser Keim bleibt erhalten, bis der ganze Wasserinhalt gefroren
wird. Der Prozess der Kristallbildung hängt von der Menge der abgeleiteten
latenten Erstarrungswärme ab. Die Wassermoleküle binden sich sehr schnell an den
Keim an. Während des Kristallwachstums wird die Energie frei, die das Abkühlen
der angebundenen Moleküle verursacht. Das Kristallwachstum wird fortgesetzt, bis
sich alle Moleküle angebunden haben. In diesem Moment wird aus dem Wasser
Eis.
Die Leute glauben gewöhnlich, dass das "saubere Wasser" bei 0°C friert. In Wirklichkeit kommt es zu
der Nukleation (Frieren) des "sauberen Feinwassers" bei −40°C. Zu dem Geschehen,
genannt "supercooling", kommt es in der höheren Troposphäre oder bei den
Laborversuchen vor.
Während der Schneeproduktion kommt es zu der heterogenen Nukleation. Das Wasser besitzt
viele Zusätze, die sich wie Nukleatore verhalten. Verschiedene Zusatzarten
nukleieren das Wasser bei verschiedenen Temperaturen. Fremde Zusätze teilen wir
in zwei Gruppen ein: Hochtemperaturzusätze (Jodide, Trockeneis, Eiweißstoffe)
und Niedrigtemperaturzusätze (Kalzium, Natrium, im allgemeinem Mineralstoffe).
Im Wasser, das wir zu der Schneeproduktion benutzen (Gebirgsbäche, Flüsse
und öffentliche Wasserleitungen), befindet sich eine große Menge an
Niedrigtemperaturnukleatoren. Die Nukleationstemperatur dieses Wassers liegt
üblicherweise zwischen −10°C bis −6°C.
Aber aufpassen! Warum entsteht das Glatteis bei einer Temperatur rund um 0°C? Der Prozess des Frierens
wird von einem weiteren Geschehen beeinflusst – die Oberflächenart (Straßen,
Bäume) auf der sich das Glatteis bildet. Zwischen der Oberfläche und dem
Nukleationspunkt kommt es zum Energieaustausch, der das Frieren bei der
Temperatur nahe der 0°C Marke verursacht.
Bei dem Schneeentstehen wird die Wasserumwandlungstemperatur in Eiskristalle durch den Nukleator mit der
höchsten Nukleationstemperatur bestimmt. Versuche haben bewiesen, dass 95% des
natürlichen, nicht gepflegten Wassers bei sehr unterschiedlichen Temperaturen
friert. Die durchschnittliche Nukleationstemperatur des Naturwassers liegt bei
−7,7°C. Durch die Zugabe des Hochtemperaturnukleatores wird die Temperatur, bei
der das Wasser friert, erhöht. Mit Schneekanonen wird der Punkt, bei dem das Wasser
friert, ca. bei −2,9°C liegen. (je nach Leitwet des Wassers. "siehe oben Microsiemens")
Bei dem Abkühlen der Wassertropfen aus der Schneekanone wird in die freie Luft eine Menge an Wärme
freigesetzt: jedes Gramm des Wassers gibt der Luft in der Umgebung bei dem
abkühlen um 1°C
die Energie von 4,18 J (1 Kalorie) ab. Dazu bei der Zustandumwandlung gibt jedes Gramm Wassers die
Energie von 334 J (80 Kalorie) ab. Diese schnelle Energieumwandlung erhöht die
Tropfentemperatur des Wassers auf 0°C. Die Temperatur bleibt gleich, bis der
Tropfen noch den letzten Rest im flüssigen Wassers beinhaltet. Das ist der
Grund, warum sich die meisten Leute denken, dass Wasser bei 0°C friert. Die
Erklärung ist: Das Wasser friert bei der Temperatur 0°C oder weniger, wenn es
vorher auf die Nukleationstemperatur abgekühlt worden ist.
Das Verhältnis zwischen der Nukleationstemperatur und der Wassertröpfchengröße beschreiben zwei statistisch
belegte Entschlüsse.
Diese Regeln gelten für die durchschnittliche Wassertröpfchengröße während der Schneeproduktion, falls keine Hochtemperaturnukleatoren zugesetzt sind. |
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| Das Bild zeigt ein Beispiel der zufälligen Verteilung der Nukleatoren in den Wassertröpfchen. Einzelne Zahlen stellen die Nukleationstemperaturen von verschiedenen Zusätzen (Staub, Pollen, feine Sandteilchen usw.) dar. Der große Tropfen beginnt bei −3°C zu frieren. Falls wir diesen Tropfen in zwei kleinere teilen, friert bei −3°C nur die Hälfte, die einen Hochtemperaturnukleator in sich trägt, die zweite Hälfte fängt zuerst bei −9°C zu frieren an. Die rote Farbe deutet auf den Nukleator mit der höchsten Temperatur hin, der den Prozess des Frierens startet. Falls wir die entstehenden zwei Tropfen noch einmal halbieren, wird bei 3°C nur ein Viertel des Wasservolumen frieren! |
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Schauen wir uns, die Verhältnisse zwischen der Tropfengröße und dem Verdunsten jetzt näher an. Wir
können folgende Entschlüsse tätigen:
Wenn wir die Wassertropfengröße ins Verhältnis zu der Nukleationstemperatur stellen und die
Hochtemperaturnukleatore gemeinsam mit größeren Tropfen benutzen, können wir die
Schneeproduktion verbessern. So werden wir nicht nur den Wasserdurchfluss
erhöhen, sondern senken wir auch die Verluste der kleineren Kristalle durch die
Thermik, den Wind und durch das Verdunsten. Mehr Schnee wird dort landen, wo wir
ihn tatsächlich benötigen. Messungen haben gezeigt, dass das Erhöhen vom
Wasservolumendurchfluss um 20% die Schneeproduktion um bis zu 40% steigert.
Diese Entschlüsse bestätigen die nicht erwünschten Ergebnisse der Wasserumwandlung in kleinere
Tröpfchen, vor allem dort, wo wir eine beschränkte Wassermenge zur Verfügung
haben.
Falls wir die Verhältnisse zwischen der Feuchtkugeltemperatur, der Nukleationstemperatur und der
Wassertropfensprägrohesse begreifen, werden wir fähig sein alle physikalische
Geschehen auszunutzen und folge dessen die Wirksamkeit und die Qualität der
Schneeproduktion zu verbessern.
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Guten Morgen Willkommen auf den Beschneiungsseiten erstellt von Markus Gutmann. Schneimeister Hochalmlifte Christlum es ist jetzt 01:00:13 am Sonntag, den 20. Mai 2012 |